Mittwoch, 14. November 2007

Na heute auch zu spät bei der Arbeit weil der Zug nicht kam?

Ich stand heute morgen zum Glück nicht am Bahnhof in eisiger Kälte und wartete vergeblich auf den eintreffenden Personenzug, und werde dies auch morgen, im Gegensatz zu vielen Pendlern, nicht tun, wenn die Zeichen in großen Teilen des deutschen Schienenverkehrs wieder einmal auf Streik stehen Schuld an all dem sind zwei Streitparteien die unterschiedlicher nicht sein können. Auf der einen Seite, der "fast Monopolist" und darüber hinaus das Milliardenunternehmen des deutschen Schienenverkehrs, auf der anderen Seite eine Gewerkschaft mit gerade einmal knapp 3000 Mitgliedern die gerne mehr Geld, viel mehr Geld, Freizeit, und überhaupt einen eigenen Tarifvertrag hätte. Der Knackpunkt dabei ist, dass sich das riesige Unternehmen gegen diese Forderungen stämmt mit mehr oder minder nachvollziehbaren Gründen. Zunächst setzte man sich noch zusammen und verhandelte mitteinander Ergebnis: kein Kompromiss. Das gab den Anstoß für die Misere zwarwurde noch eine Weile weiter Verhandelt unter der Androhung von Streiks.
Aber als die Verhandlungen in der Folgezeit dann ebenso ergbnislos blieben packt die Gewerkschaft nun Stückchenweise ihre Streikmittel aus. Zuerst nur der Nahverkehr, das missfiel schon den meisten Pendlern, dann seit einigerzeit nur den Güterverkehr was die deutsche Wirtschaft und die Politik nachdenklich stimmte. Und morgen setzt die kleine Gewerkschaft noch einen obendrauf. Denn morgen werden sowohl Güterverkehr als auch Nah und Fernverkehr bestreikt bis Samstag morgen. Und ein Ende der Fahnenstange ist nach wie vor nicht in sicht, denn ähnlich wie das größte Telekomunikationsunternehmen Deutschlands vor knapp einem halben Jahr so will sich auch das größte Verkehrsunternehmen Deutschlands nicht von solchen Streiks beeinträchtigen lassen und eine harte Linie beibehalten.
Problematisch nur,dass im Gegensatz zu 50000 Telefonisten und Servicemitarbeitern 3000 Lokführer ein Schienenbeförderungsunternehmen in großen Teilen lahm legen kann. Und wenn die Züge nicht fahren dann bleiben Gewinne aus. Waren und Personen kommen nicht an ihr Ziel und bezahlen folglich auch nicht. Das heißt dann für das betroffene Unternehmen die laufenden Kosten fressen die Gewinne auf und kehren sie um in Verluste, immense Verluste. Diese Verluste können bei Zeiten so hoch werden, dass sich das Unternehmen lieber doch zu Verhandlungen bereit erklärt hätte. Wenn dann ein gewisser Punkt an Verlusten überschritten ist dann ist natürlich die Frage ob es sich für ein Unternehmen überhaupt noch lohnt mit der Gewerkschaft zu verhandeln oder ob es nicht günstiger wäre die 3000 Leute fristlos mit Abfindung zu kündigen und 3000 neue Lokführer einzustellen .

Wenn sie als also morgen an einem Bahnsteig stehen und sich eine böse grippale Infektion holen, weil der Zug nicht kommt, seien sie dennoch beruhigt irgendwer wird im Endeffekt nachgeben und mal unter uns die Forderungen nach mehr Geld (insgesamt etwa 1,9 Mio Euro mehr Kosten für das betroffene Unternehmen) die könnte der Vorstandsvorsitzende Hartmut M. und seine 7 Vorstandskomparsern bei einem monatlichen Gehalt von insgesamt 14 Millionen Euro ohnehin fast aus der Portokasse zahlen, also wo ist das Problem

Bis die Tage

Biesi

1 Kommentar:

  1. ja geil biesie .. da durchstöber ich einfach mal so die aways un seh auf einmal, dass du jetz auch noch n blog am start hast.
    find ich ne feine sache .. ich mein .. deine artikel in der abizeitung waren ja auch ne hausnummer, von daher gefällt mir auch hier alles was ich lese =)
    hauptsache ne geile schwanenstory erfinden. wurstfressende schwäne sind echt enrom ^^

    ja .. also .. ich finds ne grandiose sache die du hier ma reingepelzt hast .. un ich fühle mich umso mehr geehrt der erste zu sein, der hier seinen senf dazugibt (bin ich doch oder ? Oo)

    finds fein .. jetzt kann ich jeden tag auch noch woanders als german-bash.org un bash.org draufgehn un was lustiges oder tolles lesen =)

    joa .. soweit sogut .. dir dann noch ne gute besserung bei deiner rippe

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