Dienstag, 20. November 2007

Hilfe Weihnachten!

34 Tage dauert es noch, dann heißt es wieder Weihnachtsgeschenke bekommen, verteilen, auspacken, in die Ecke werfen, Weihnachtslieder singen, denn Weihnachtsbaum begutachten und wieder einmal innerhalb von 3 Tagen rekordverdächtige 10 Kg zunehmen durch Plätzchen ,Schokolade und üppiges Weihnachtsessen. Entgehen kann man diesem Schicksal nur schwer.
Nun gut jetzt aber genug von der ganzen Miesmacherrei schließlich ist Weihnachten ein sehr schönes Fest, vorrausgesetzt man befindet es für gut, dass man mal wieder mit allen Familienmitgliedern zusammen trifft,Nettigkeiten austauscht und so weiter und so fort.
Um ehrlich zu sein, mir macht das große Freude und umso mehr bin ich angepisst davon, dass ich am 24. 12 arbeiten gehen soll/muss. Nicht etwa von Morgens bis Mittags oder so, nein von Morgens bis Mittags und von Spätnachmittags bis "zwanzig nach Bescherung" .
Ja meine Damen und Herren wo leben wir denn, dass so etwas sein kann . Mit meinen kargen 315 Euro Monatslohn die ich beziehe für eine 38 1/2 Stundenwoche, insgesamt 154 Arbeitsstunden im Monat,soll ich nun auch noch an Heiligabend arbeiten, die Traditionelle Familienfeier Nachmittags und das Weihnachtsessen inklusive Bescherung im Kreise der Familie sausen lassen um meinerseits eine Weihnachtsfeier vorzubereiten für einen Haufen alter Leute, deren Kinder es nicht gebacken bekommen ihren Eltern zu Weihnachten eine Freude zu bereiten. Schön und gut "Du machst den alten Leuten damit eine Freude" und "Macht ja nichts Weihnachten ist ja eh erst einen Tag später" habe ich mir schon zu hauf angehört, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich mich um meine weihnachtlichen Freuden beraubt fühle um stattdessen unbezahlte Übestunden zu machen, nicht einen Pfennig Weihnachtsgeld zu bekommen und mir später von meinen Großeltern anzuhören "Wieso warst du denn eigentlich nicht in der Kirche am Heiligen Abend?"
Um es mal ungeschminkt zu sagen ich fühle mich 1. Ausgenutzt 2. Unterbezahlt und 3. es gibt kein 3.

Ja also diese unfeine Sache ändert nichts daran, dass mir noch ein bisschen früher was anderes ins Haus steht Genau Geschenke besorgen.
Für manche Leute stellt sich das einfach dar, ein Geschenk für Mama ,eins für Papa und gegebenenfalls eins für die Freundin oder den Freund, Oma und Opa müssen nicht bedacht werden, die sitzen eh im Altersheim und werden von den Zivis oder den FSJlern beschenkt(denkste) aber ich habe 4 Geschwister ,Mama, Papa, Oma , Opa und meine Freundin zu beschenken. Das gleicht dann jedes Jahr einer Sisyphosaufgabe, man wird einfach nie fertig mit überlegen suchen , kaufen und verpacken. Am schwierigsten gestalltet sich das immer bei dem Geschenk für meine Freundin, komische Sache eigentlich. Ich meine man verbringt den größten Teil seiner Zeit mit diesem Menschen und dennoch ist man wie gelähmt wenn es darum geht ein passendes Geschenk zu organisieren. Vielleicht sollte ich dieses Jahr einfach mal eine andere Taktik anwenden und ins erstbeste Regal greifen, die Augen schließen, mit geschlossenen Augen den Gegenstand den ich zufällig ausgewählt habe mit geschlossenen Augen zur Kasse bringen , nicht auf die Regale achten die ich auf dem Weg dorhin umgerannt habe, von der geschockten Kassiererin alles fein einpacken lassen und dann mit geöffneten Augen das mysteriöse Geschenk betrachten. Klingt irgendwie nach Nervenkitzel,nicht auszudenken was später passiert wenn man zu Antifaltencreme, Slimfastprodukten, oder Helmut Lotti CDs gegriffen hat.

Ich schätze die Freude wäre groß.

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